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Nachhaltigkeit verstehen und leben

Nachhaltigkeit begegnet Dir heute überall. Sie ist Teil der sogenannten Neo-Ökologie. Charakteristisch dafür ist ressourcenschonendes, nachhaltiges Handeln und Wirtschaften. Ohne Korrektur würde der heutige Lebensstil in einer ökologischen Katastrophe enden. Als Konsequenz droht ein wirtschaftlicher und daraus folgernd ein gesellschaftlicher Kollaps. Das haben Politiker*innen, Unternehmer*innen und Konsument*innen erkannt. Doch wie lassen sich Nachhaltigkeit, Profit und Konsum miteinander verbinden? Es erfordert sicherlich ein Umdenken. Nachhaltigkeit ist Einstellungssache und mit Verzicht verbunden.

Was unter Nachhaltigkeit zu verstehen ist

Kurzgefasst bedeutet Nachhaltigkeit, sich ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortungsvoll zu verhalten. Nachfolgende Generationen sollen eine lebenswerte Umgebung bei fairen sozialen Bedingungen vorfinden. Dabei sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit gleichwertig zu betrachten. Alle daraus abgeleiteten Maßnahmen sollen wirtschaftlich effizient, sozial gerecht und ökologisch tragfähig sein. Mehr über das Drei-Säulen-Modell erfährst Du im Artikel „Nachhaltige Unternehmen sind erfolgreicher“.

Agenda 2030 mit dem Fahrplan für die Zukunft

In der Agenda 2030 haben sich die Vereinten Nationen 17 nachhaltige Ziele gesetzt. Die sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals) richten sich an Politik, Unternehmen, Privatwirtschaft, Wissenschaft, jeden Einzelnen. Der Fahrplan für die Zukunft fordert alle Staaten auf, sich an den fünf Ps (People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership) zu orientieren. Sie sollen auch folgenden Generationen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei alle natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren.

Warum Nachhaltigkeit wichtig ist

Die Politik kann Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele festlegen. Jede*r Einzelne ist jedoch gefordert, seinen Beitrag zu leisten. Nur indem wir Nachhaltigkeit in unseren Alltag integrieren, bewahren wir eine einzigartige Artenvielfalt, natürliche Umwelt und gesunde Atmosphäre. Dieser Vorsatz bedingt ein verändertes Konsumverhalten und eine verantwortungsvolle Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Aber natürlich sind auch Marken gefragt und können durch eine ehrliche und transparente Nachhaltigkeitsstrategie Einfluss nehmen.

Nachhaltigkeit im Alltag umsetzen

Nachhaltigkeit im Alltag bedeutet nichts anderes als bewusst zu handeln. Du hast es selbst in der Hand, Produkte und Shops gezielt auszuwählen. Dein Konsumverhalten belastet die Atmosphäre mit Schadstoffen oder entlastet sie von Treibhausgasen. Es liegt an Dir, nachhaltige Produkte auszusuchen oder zu produzieren. In der Folge lässt Du sie von einem umweltfreundlichen Paketdienstleister transportieren. Konsequente Nachhaltigkeit sorgt für eine neutrale Ökobilanz.

Nachhaltigkeit in der Ernährung

Ernährst Du Dich bewusst, hat das positive Auswirkungen auf Deine Gesundheit, die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Doch worauf stützt sich eine nachhaltige Ernährung? Basis ist eine pflanzenbetonte Mischkost mit frischen, saisonalen, regionalen und gering verarbeiteten Lebensmitteln. Dadurch reduzierst Du CO2-Emissionen deutlich gegenüber fleischbetonter Ernährung. Pflanzliche Produkte benötigen weniger Fläche und Wasser. Ein kompletter Verzicht auf Fleisch wäre im Sinne der Nachhaltigkeit jedoch kontraproduktiv. Das Grünland für Weideflächen bindet Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Eine Umwandlung in Ackerland würde große Mengen an CO2 freisetzen. Achte bei der Auswahl Deiner Fleisch- und Wurstwaren auf ökologische Tierhaltung. Nachhaltige Landwirtschaft hat ihren Preis. Sie verzichtet auf Stickstoffdünger, Herbizide, Pestizide und Kraftfuttermittel. Faire Entlohnung ist untrennbar mit nachhaltiger Ernährung verbunden. Davon profitieren letztendlich alle: Böden, Gewässer, Klima, Pflanzen, Tiere und Menschen.

Nachhaltige Mode

Nachhaltigkeit ist auch in der Modebranche angekommen. Sie verwendet zunehmend Bio-Baumwolle und Naturfasern. Zudem achten die Modehäuser verstärkt auf Sozialstandards in der Herstellung. Wer noch das Klischee der sackartigen, groben Hanfkleider vor Augen hat, sieht sich eines Besseren belehrt. Nachhaltige Kleidung aus Naturfasern hat das „Graue-Maus-Image“ abgelegt und leuchtet in trendigen Farben. Ein weiterer nachhaltiger Trend sind vegane Sandalen. Sie gelten als strapazierfähig und haltbar. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Rohstoffen wie etwa atmungsaktivem Hanf, wasserabweisendem Kork, vielseitigem Trester oder hautfreundlicher Bio-Baumwolle. Endverbraucher*innen fällt es schwer, die Produktionsbedingungen zu prüfen. Eine Orientierung bieten seriöse Nachhaltigkeitssiegel wie Fairtrade, GOTS oder IVN.

Nachhaltig hergestellte Kosmetika

Nachhaltige Pflegeprodukte werden im Alltag immer beliebter. Hersteller*innen setzen dabei meist auf biologische Inhaltsstoffe. Zudem verzichten sie auf Tierversuche. Da bei kosmetischen Produkten auch die Verpackung eine große Rolle spielt, verändert sich ihre Konsistenz. Sie sind vorwiegend fester und in Glas oder Pappe gehüllt. Lass Dir bei nachhaltigen Kosmetika nichts vorgaukeln. Orientiere Dich an folgenden Kriterien:

  • Biologischer Anbau der Rohstoffe
  • Keine Duftstoffe oder Konservierungsstoffe
  • Frei von Mineralöl und Mikroplastik
  • Ohne Tierversuche bzw. tierische Inhaltsstoffe
  • Unabhängiges Siegel wie BDIH, Ecocert, Vegan Society

Kleiner Tipp: Allein der biologische Anbau von Rohstoffen ist noch keine Gewähr für Nachhaltigkeit. Er bestätigt Dir nur, dass die Produkte frei von Herbiziden oder Pestiziden sind. Zu nachhaltigen Rohstoffen gehören ebenso fairer Handel und ein klimaneutraler Transport durch spezialisierte Paketdienstleister.

Nachhaltig einrichten

Dein Alltag spielt sich in Deiner freien Zeit meist in den eigenen vier Wänden ab. Hier liegt es an Dir, Dich individuell und nachhaltig einzurichten. Wähle recycelbare Möbelstücke und Accessoires, die ressourcenschonend aus natürlichen Materialien hergestellt sind. Greife zum Beispiel zu Bambus, Holz, Metall oder Stein. Makellose, industriell produzierte Möbel waren gestern, heute kommt es auf Nachhaltigkeit an. Möble einfach alte Stücke auf. Mit handwerklichem Geschick und Kreativität schaffst Du Dir eine ganz individuelle Einrichtung. Aus Alt machst Du Neu mit ein bisschen Abschleifen und Streichen. So entstehen ganz persönliche Tische, Bänke oder Truhen. Zur nachhaltigen Ernährung passt der Trend zur Wohnküche. Die neue Lust am Kochen verdrängt Convenience-Produkte. Selbst das Küchenzubehör ist nachhaltig aus Holz, Bambus oder essbaren Materialien gefertigt. Hygienische Arbeitsflächen bestehen aus Granit oder Holz mit natürlicher Oberflächenbeschichtung.

Energie: nachhaltig Kosten sparen

Jede*r Einzelne findet Ansätze im Alltag, um den Energieverbrauch zu drosseln. Energie sparen mit den richtigen Energiequellen, lautet die Maxime. Zunächst identifizierst Du Deine Stromfresser im Haushalt. Das können alte Backöfen, Herde, Kühlschränke oder Waschmaschinen sein. Ein Blick auf den Stromanbieter zeigt oft weiteres Einsparpotenzial. Eigentümer*innen alter Immobilien verschwenden oft viel Energie durch schlechte Dämmung. Energieberater*innen helfen, sinnvolle, energieeffiziente Maßnahmen zu definieren. Das betrifft sowohl die Dach- und Fassadendämmung als auch den Austausch von Fenstern und Türen. Allein dadurch sparst Du schon die Hälfte Deiner Heizkosten ein. Eine nachhaltige Heizanlage mit moderner Brennwerttechnik birgt weitere Einsparungen. Entscheidest Du Dich für eine Kombination aus Pelletheizung oder Wärmepumpe mit Solaranlage, kann die Investition hoch sein. Die KfW-Bank fördert die energieeffiziente Sanierung mit zinsgünstigen Darlehen.

Umweltfreundlich reisen

Nachhaltiges Reisen bedingt, mit geringem CO2-Ausstoß ans Urlaubsziel zu kommen. Als große Umweltsünder gelten Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe. Sie stoßen eine Menge Kohlendioxid aus, bringen allerdings viele Personen an ihr Urlaubsziel. Wer bereits ein E-Auto besitzt, kann dies für europäische Reiseziele nutzen. Eine Alternative ist, auf Fernreisen zu verzichten. Kurze Entfernungen oder umweltschonende Verkehrsmittel reduzieren Treibhausgase in der Atmosphäre. Wie wäre es mit einer Fahrrad-Rundreise? Am Reiseziel hört die Nachhaltigkeit nicht auf. Als verantwortungsvolle*r Tourist*in verzichtest Du nach Möglichkeit auf Dein Auto. Je nach Reiseziel sind umweltfreundliche Alternativen verfügbar. Dazu zählen Bahnen, Busse, Fahrräder und Fähren. Du kannst auch manche Strecke zu Fuß zurücklegen. Selbst Unterkünfte wählst Du unter nachhaltigen Gesichtspunkten aus. Naturliebhaber*innen entscheiden sich für einen Camping-Urlaub. Wer sich im Hotel verwöhnen lässt, sucht eine Unterkunft für nachhaltiges Reisen. Agrartourismus ist ideal für Öko-Tourist*innen.

Nachhaltige Mobilität im Alltag

Mobilität gehört zu unserem Alltag. Ob wir beruflich unterwegs sind, zum Shoppen fahren oder uns mit Freund*innen treffen, wir brauchen ein Verkehrsmittel. Dabei dominiert immer noch das Auto, genau genommen der Verbrenner. Er kostet uns viel und belastet unser Klima. Kannst Du nicht komplett auf Dein Fahrzeug verzichten, wähle eine klimaverträgliche Variante. Achte dabei auf den Spritverbrauch und den CO2-Ausstoß. Teurer in der Anschaffung, günstiger im Unterhalt und umweltfreundlich ist ein Elektroauto. Lebst Du in der Stadt, kannst Du auf Car-Sharing, öffentliche Verkehrsmittel oder E-Bikes umsatteln. Forscher*innen und Entwickler*innen arbeiten bereits an neuen Antriebstechnologien. Prototypen existieren für Antriebe mit Brennstoffzellen, Luft oder Wasserstoff. Es wird sich zeigen, welche alltagstauglich sind. Innovative Fahrzeugtechnik wird künftig ein Weg zu nachhaltiger Mobilität sein. Heute steht vor allem die bewusste Wahl des Verkehrsmittels im Vordergrund.

Nachhaltigkeit mit Recycling

Müll zu vermeiden, ist der optimale Ansatz in der Nachhaltigkeit. Das ist nicht immer möglich. Als Alternative bleibt Dir, Materialien wiederzuverwenden. Zu den größten Umweltsündern zählen Einweg-Verpackungen aus Plastik. Kunststoff zerfällt nicht, es baut sich nicht biologisch ab. Plastik zersetzt sich in Mikropartikel, die im Meer landen und über Meerestiere wieder in unsere Nahrungskette gelangen. Greife daher im Alltag lieber auf Mehrweg-Verpackungen und recycelte Produkte zurück. Besonders nachhaltig sind komplett wiederverwertbare Materialien wie zum Beispiel Batterien, Elektronikgeräte, Glas, Leder, Schmuck, Schuhe und Textilien.

Nachhaltigkeit im Transport

Ganz alltäglich und vertraut sind heute Online-Bestellungen und Auslieferungen durch Logistikpartner. Am Ende der Wertschöpfungskette, der Lieferung gibt es keinen Grund, auf Nachhaltigkeit zu verzichten. Entscheidend ist die Wahl des richtigen Partners. Eine Orientierung bietet Dir der Artikel „Nachhaltige Versanddienstleister im Vergleich“. Mit der bewussten Entscheidung für einen grünen Paketdienstleister wie Liefergrün setzt Du auf umweltverträgliche Auslieferung. Ziel ist dabei eine größere Mobilität bei geringerem Verkehr und CO2-Ausstoß. Das schont Ressourcen und ist zudem kosteneffizient. Nachhaltig handelnde Konsument*innen entscheiden sich für einen Onlineshop, der die bestellte Ware umweltschonend versendet. Je nach Auslieferungsgebiet können das auf der letzten Meile E-Fahrzeuge, E-Trikes oder E-Bikes sein. Auf den richtigen, nachhaltigen Versanddienstleister zu setzen, lohnt sich für den Handel, Kund*innen und die Umwelt.

Nachhaltigkeit leben: Nachteile

Nachhaltigkeit ist verbunden mit einem Verzicht auf Bequemlichkeit und Konsum. In allen Bereichen boomen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Allerdings sinken die CO2-Emissionen nicht in gleichem Maße. Dazu wäre es erforderlich, dass sich die Gesellschaft mehrheitlich nachhaltig verhält. Oft scheitert es jedoch an den eigenen Ansprüchen. Wer verzichtet schon gern auf hart verdienten Komfort? Brauchst Du tatsächlich alle Elektrogeräte Deines Haushalts? Ein elektrischer Wäschetrockner lässt sich zum Beispiel leicht durch Trocknen an der frischen Luft ersetzen. Statt mit dem Flugzeug ans Ende der Welt zu reisen, verbringst Du Deinen Urlaub im eigenen Land. Bewusst zu reisen und einzukaufen, ob Lebensmittel, Energie oder Mobilität, ist mühsam. Nachhaltigkeit verlangt aber genau das: weniger Konsum, tauschen oder gebraucht kaufen bzw. reparieren und den Lebenszyklus verlängern.

Fazit

In jedem Bereich findest Du heute nachhaltige Alternativen. Es gibt viele kleine Stellschrauben im Alltag, die im Ganzen den Unterschied machen. Entscheidend ist ein bewusster Konsum und die Beschäftigung mit Herstellungsprozessen, Inhaltsstoffen, Transportwegen und Siegeln. Durch die bewusste Auswahl von Rohstoffen, Produkten und Transportmitteln leistest Du einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zu einer lebenswerten Zukunft. Die Entscheidung für einen grünen Paketdienstleister wie Liefergrün ist schon ein Schritt in die richtige Richtung.

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